Informationen für Anleger der Erste Oderfelder Beteiligungs­gesellschaft mbH & Co. KG

Stand: 1. Januar 2017

1. Die Erste Oderfelder Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG befindet sich im Insolvenzverfahren. Was bedeutet das für mich als Gläubiger?

Ein Insolvenzverfahren wird beantragt, wenn ein Unternehmen zahlungsunfähig und/oder überschuldet ist. Zahlungsunfähigkeit besteht, wenn das Unternehmen nicht mehr in der Lage ist, seine fälligen Verbindlichkeiten zu erfüllen. Die Erste Oderfelder Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG konnte die Gewinnausschüttungen nicht mehr vornehmen und die Einlagen nicht mehr an alle Anleger zurückzahlen. Es ist die Aufgabe des Insolvenzverwalters, das bei dem Unternehmen noch vorhandene Vermögen für alle Gläubiger sicherzustellen und zu liquidieren, um (weitere) nachteilige Vermögensveränderungen zu verhindern. Gleichzeitig werden Einzelzwangsvollstreckungsmaßnahmen einzelner Gläubiger eingestellt und können während der Dauer des Insolvenzverfahrens auch nicht aufgenommen werden. Das vorhandene Vermögen reicht häufig nicht aus, alle Gläubiger vollständig zu befriedigen. Somit wird dem Grundsatz der Gleichbehandlung aller Gläubiger Rechnung getragen.

2. Ich bin beteiligt an der Erste Oderfelder Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG. Wie kann ich meine Forderungen anmelden?

Mit Eröffnung des Insolvenzverfahrens hat das Amtsgericht Chemnitz – Insolvenzgericht - eine Frist bestimmt, innerhalb welcher Sie Ihre Forderung bei dem Insolvenzverwalter zur Insolvenztabelle anmelden können. Für nachträgliche Forderungsanmeldungen erhebt das Insolvenzgericht eine Gebühr in der Höhe von circa 20,00 EUR.

3. Auf welche Zugeständnisse müssen sich die Gläubiger einrichten? Kann ich mein investiertes Geld jetzt abschreiben?

Alle Anleger der Erste Oderfelder Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG sollten sich darauf einstellen, dass erhebliche Risiken – bis hin zum Totalausfall – für ihre Forderungen gegenüber dem Unternehmen bestehen. Genauere Prognosen sind derzeit nicht zuverlässig abzugeben. 

4. Wie lange dauert es, bis ich meine Quote erhalte?

Ob und wann eine Auszahlung auf Ihre Forderung erfolgt, kann zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht abgeschätzt werden. Zunächst hat der Insolvenzverwalter die vorhandenen Vermögenswerte zu sichern. Nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens müssen die angemeldeten Forderungen geprüft werden und die verteilungsfähige Masse festgestellt werden, welche die Grundlage für die Auszahlung einer Quote an die Gläubiger bilden. Aufgrund der Komplexität dieses Verfahrens wird die Bearbeitung vermutlich einige Jahre dauern.

5. Wie hoch sind die Quotenaussichten der Gläubiger?

Zum gegenwärtigen Zeitpunkt ist aufgrund der bislang unklaren Vermögensverhältnisse keine belastbare Prognose zu treffen.

6. Wie erreiche ich den vorläufigen Insolvenzverwalter?

Zur Kontaktaufnahme stehen Ihnen folgende Möglichkeiten zur Verfügung:
Per E-Mail: schulz@tiefenbacher.de

7. Wo finde ich weitere relevante Informationen?

Diese finden Sie im Gläubigerinformationssystem (grünes Feld rechts). Dort sind diverse Beschlüsse und Informationen hinterlegt.

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