27. November 2018

Sehr geehrte Damen und Herren Mandanten,

in den Insolvenzverfahren der P&R-Gesellschaften wurde der Prüftermin vom 14.11.2018 auf den 29.05.2019 verlegt.

Mit freundlichen Grüßen
Frank-Rüdiger Scheffler

21. August 2018

Sehr geehrte Damen und Herren Mandanten,

Sie haben zwischenzeitlich überwiegend die Aufforderung zur Forderungsanmeldung durch die Insolvenzverwalter in den P&R-Verfahren erhalten.

Sollte dies bislang nicht geschehen sein, bitten wir Sie um Geduld. Nach Mitteilung der Insolvenzverwalter kann der Versand der Anschreiben bis Ende August 2018 andauern. Sollten Sie bis 1. September 2018 keine Anschreiben erhalten haben, teilen Sie uns dies bitte mit. Ihnen entstehen hierdurch keine Nachteile, insbesondere gehen Ihnen keine Rechte verloren. Wir werden diese in jedem Fall bei den Verwaltern anmelden, notfalls auch ohne Aufforderungsschreiben.

Die Schreiben der Insolvenzverwalter enthalten pro Vertrag neben dem Anschreiben ein Formular zur Forderungsanmeldung einschließlich einer detaillierten Übersicht der Verträge mit den prognostizierten Rückkaufswerten und den ausstehenden (vor- und nachinsolvenzlichen) Mieten auf der Rückseite, einer Zutrittskarte für die Gläubigerversammlung und den jeweiligen Eröffnungsbeschluss. Wir bitten wir Sie, uns das/die Formular/e der Forderungsanmeldung und die Zutrittskarte/n für die Gläubigerversammlung/en zuzusenden.

Wichtig: Wir benötigen jedes Formular und jede Zutrittskarte, da der Insolvenzverwalter die Dokumente über den QR-Code schneller einlesen kann. Diese Unterlagen können Sie uns auch per E-Mail zukommen lassen (pundr@tiefenbacher.de). Bitte unterschreiben Sie das Formular zur Forderungsanmeldung nicht. Lassen Sie uns dieses bitte unausgefüllt zukommen. Wichtig ist, dass der auf den Dokumenten befindliche QR-Code vollständig und lesbar ist.

Bitte überprüfen Sie die auf dem Formular zur Forderungsanmeldung angegebene Bankverbindung. Die Insolvenzverwalter haben diese Daten Ihren mit den P&R-Gesellschaften geschlossenen Verträgen entnommen. Sollte sich Ihre Bankverbindung geändert haben, bitten wir Sie, diese direkt auf dem Formular zu korrigieren.

Wichtig ist nach wie vor: Wir benötigen die Vollmacht, dass wir Sie vertreten dürfen, in jedem Fall im Original. Sollten Sie uns diese bisher nicht übersandt haben, bitten wir höflich um zeitnahe Übersendung.

Nach unserem jetzigen Informationsstand gehen wir davon aus, dass über die von den Insolvenzverwaltern übermittelten Forderungen hinaus noch weitere Schadenersatzansprüche bestehen, so dass eine höhere Auszahlung auf die angemeldeten Forderungen erfolgen könnte, wenn diese richtig angemeldet werden.

Aufgrund der bisherigen Verlautbarungen der Insolvenzverwalter gehen wir auch davon aus, dass die angemeldeten Forderungen zunächst bestritten werden.

Wir werden die von den Insolvenzverwaltern geforderten Erklärungen über den Verzicht der Ihnen möglicherweise zustehenden Aus- und Absonderungsrechte nicht abgeben, da hierdurch möglicherweise Rechte aufgegeben werden. Letztlich steht der Sachverhalt, ob und wie Sie als Anleger Eigentümer der Container geworden sein könnten, noch nicht abschließend fest. Hier sollte wenigstens der Bericht der Insolvenzverwalter in den Gläubigerversammlungen abgewartet werden, bevor derartige Erklärungen gefordert werden.

Nachdem wir die Forderungsanmeldungen für Sie fristgemäß beim Insolvenzverwalter eingereicht haben, erhalten Sie eine Kopie der Forderungsanmeldung.

Noch ein Hinweis zu den Anmeldefristen: Die Frist für die Forderungsanmeldung ist und bleibt der 14. September 2018. Die Insolvenzverwalter bitten zwar darum, die Anwesenheit bei den Gläubigerversammlungen bis zum 29. August 2018 mitzuteilen. Dies ist wohl lediglich eine organisatorische Bitte der Insolvenzverwalter. Für die Teilnahme an der Gläubigerversammlung muss man sich nicht anmelden. Jeder Insolvenzgläubiger hat das Recht, an einer Gläubigerversammlung teilzunehmen.

Weitere Informationen zum Stand und Ablauf des Verfahrens erhalten Sie in Kürze.
Mit freundlichen Grüßen
Frank-Rüdiger Scheffler

Erste Anmeldeformulare für die P&R Transportcontainer GmbH durch Insolvenzverwalter an die Anleger versendet

Sehr geehrte Damen und Herren Mandanten,

nach einigen Verzögerungen hat der Insolvenzverwalter Dr. Jaffé nun damit begonnen, die Gläubiger/Investoren der P&R Transportcontainer GmbH anzuschreiben und zur Forderungsanmeldung aufzufordern. Die Anschreiben an die Gläubiger/Investoren der weiteren P&R-Gesellschaften werden nach Angaben der Insolvenzverwalter bis Ende August folgen. Sollten Sie also bislang keine Anschreiben erhalten haben, warten Sie bitte zunächst noch ab. Wir werden – sofern Sie uns mit der Anmeldung Ihrer Forderungen beauftragt haben – diese in jedem Fall bei den Verwaltern anmelden, notfalls auch ohne Aufforderung.

Sobald Sie die Anschreiben der Insolvenzverwalter erhalten, bitten wir Sie, diese uns zur Verfügung zu stellen. Wenn Sie uns neben der Vertretung auf der Gläubigerversammlung auch mit der Anmeldung Ihrer Forderungen beauftragt haben, benötigen wir neben der Zugangskarte zu den Gläubigerversammlungen auch das Formular für die Forderungsanmeldungen. Diese Unterlagen können Sie uns auch per E-Mail zukommen lassen. Bitte unterschreiben Sie das Anmeldeformular nicht, wenn Sie uns mit der Forderungsanmeldung beauftragt haben. Lassen Sie uns dieses bitte unausgefüllt zukommen.

Einige unserer Mandanten haben uns nach Erhalt der Unterlagen des Insolvenzverwalters bereits mitgeteilt, dass die dort angegebenen Forderungen nicht richtig bzw. unvollständig ermittelt wurden. Die Anleger/Gläubiger sollten die Formulare daher genau prüfen, bevor diese an den Insolvenzverwalter zurückgeschickt werden. Für unsere Mandanten, die uns mit der Forderungsanmeldung beauftragt haben, nehmen wir diese Prüfung vor.

Darüber hinaus sollte nicht übersehen werden, dass der Insolvenzverwalter keinesfalls das Anerkenntnis der vorgegebenen Forderungen in Aussicht stellt. Auch hier sollte geprüft werden, welche Forderungshöhe und welcher Forderungsgrund tatsächlich zur Insolvenztabelle angemeldet werden sollte. Für unsere Mandanten erledigen wir diese Aufgabe.

Weitere Informationen erhalten Sie in Kürze.
Mit freundlichen Grüßen
Frank-Rüdiger Scheffler

31. Juli 2018

Insolvenzverfahren der deutschen P&R-Gesellschaften eröffnet Forderungsanmeldungen

Sehr geehrte Damen und Herren Mandanten,

die Insolvenzverfahren über die vier deutschen P&R Containerverwaltungsgesellschaften wurden bekanntlich zum 24. Juli 2018 eröffnet. Nun können endlich die Forderungen zur Insolvenztabelle angemeldet werden. In diesem Zusammenhang stellen sich regelmäßig einige Fragen, welche wir Ihnen im Folgenden beantworten möchten:

Was ist nun zu tun?

Sie haben uns mit der Anmeldung Ihrer Forderungen im Insolvenzverfahren beauftragt. Daher übernehmen wir die gesamte Anmeldung für Sie. Nach Angaben der Insolvenzverwalter werden die Aufforderungen zur Forderungsanmeldung an die Gläubiger Anfang August versendet. Sie müssten uns bitte diese Unterlagen, welche Sie von den Insolvenzverwaltern zugeschickt bekommen, schnellstmöglich zur Verfügung stellen. Diese Unterlagen enthalten ein Formular, welches es den Insolvenzverwaltern ermöglicht, Ihre Adressdaten einfacher zu erfassen. Sie können uns diese Unterlagen gern per E-Mail, Fax oder auch mittels einfachen Briefes zukommen lassen.

Was melden wir an?

Wir melden für Sie die bestmögliche Forderung an. In der Regel wird dies eine Schadenersatzforderung in Höhe der Gesamtinvestition sein. Hintergrund dieser Vorgehensweise ist, dass die meisten Anleger kein Eigentum an den vermeintlich erworbenen Containern erlangt haben. Eine Kopie Ihrer Forderungsanmeldung erhalten Sie von uns nach deren Erledigung.

Was passiert im Falle des Bestreitens und wir erfahre ich darüber?

Gläubiger, deren Forderungen bestritten werden, erhalten eine Nachricht vom Insolvenzgericht, aus welchem Grund die Forderung bestritten wird und ob ggf. weitere Angaben gemacht oder Unterlagen vorgelegt werden müssen. Auch diese Aufgabe übernehmen wir selbstverständlich für Sie. Sowohl die Nachricht des Insolvenzgerichts als auch unsere Ergänzungen erhalten Sie selbstverständlich in Kopie übersandt.

Bis wann können Forderungen angemeldet werden?

Die Frist für die Anmeldung der Forderungen wurde durch das Insolvenzgericht auf den 14. September 2018 bestimmt. Bis zu diesem Zeitpunkt sollten die Forderungen angemeldet werden, um ihm Prüfungstermin am 14. November 2018 geprüft werden zu können.
Auch nach Ablauf dieses Termins ist es möglich, Forderungen anzumelden. Hierbei handelt es sich um nachträgliche Forderungsanmeldungen, welche in einem zusätzlichen Prüfungstermin geprüft werden. Für diesen zusätzlichen Prüfungstermin erhebt das Gericht eine zusätzliche Gebühr.

Wann muss ich die Vergütung der Tiefenbacher Rechtsanwälte bezahlen?

Nach Vornahme der Forderungsanmeldungen und Abhaltung des Prüfungstermins erhalten Sie von uns eine Rechnung. Erst nach Erhalt dieser Rechnung ist unsere Vergütung zu zahlen.

Weitere Informationen erhalten Sie in Kürze.
Mit freundlichen Grüßen
Frank-Rüdiger Scheffler

24. Juli 2018

Insolvenzverfahren der deutschen P&R-Gesellschaften eröffnet

Damit können die Anleger nun ihre Forderungen zur Insolvenztabelle anmelden. Nach Mitteilung der Insolvenzverwalter wurde hierfür eine Anmeldefrist bis 14. September 2018 gesetzt. Die Frist für die Forderungsanmeldungen ist recht kurz bemessen. Grundsätzlich kann man gegen eine Gerichtsgebühr von 20 EUR die Forderungen auch später noch anmelden. Entscheidend ist aber, dass die jeweilige Forderungsanmeldung richtig begründet ist. Auch wenn die Insolvenzverwalter hierbei eine gewisse Mithilfe bei den Formularen leisten wollen, können sie die individuelle Begründung und die dafür erforderlichen Tatsachen selbst nicht liefern.

Wichtig: Demnächst erhalten Sie Post von den Insolvenzverwaltern, mit welcher Sie aufgefordert werden, Ihre Forderungen zur Insolvenztabelle anzumelden. Bitte lassen Sie uns dringend diese Unterlagen zukommen, damit wir die Anmeldung für Sie vornehmen können.

Weiterhin haben die Insolvenzverwalter bekannt gegeben, dass die ersten gerichtlichen Gläubigerversammlungen am 17. und 18. Oktober 2018 in der Münchner Olympiahalle stattfinden. Auch wenn Sie uns mit der Wahrnehmung Ihrer rechtlichen Interessen bei den Versammlungen beauftragt haben, können Sie dennoch als Besucher an den Versammlungen teilnehmen.
Über den weiteren Verlauf berichten wir in Kürze.

Mit freundlichen Grüßen
Frank-Rüdiger Scheffler Rechtsanwalt

25. Juni 2018

Neue Pressemitteilung der vorläufigen Insolvenzverwalter – Vermögen in der Schweiz zu Gunsten der deutschen Investoren gesichert – Insolvenzeröffnung für Ende Juli geplant

Am 25. Juni 2018 haben die vorläufigen Insolvenzverwalter einen weiteren Zwischenstand über ihre Ermittlungen im Rahmen des vorläufigen Insolvenzverfahrens der insolventen P&R-Gesellschaften erstattet. Leider bleiben die Verwalter in ihren Ausführungen sehr vage und unverbindlich. Die Kernaussagen – so, wie wir die Mitteilung verstehen – fassen wir wie folgt zusammen:

  • das Vermögen der schweizerischen P&R-Gesellschaft wurde zu Gunsten der Investoren der deutschen Container-Verwaltungsgesellschaften gesichert und soll verwertet werden,
  • jedoch reicht dieses Vermögen nicht aus, um sämtliche Ansprüche der Investoren zu befriedigen,
  • Ende Juli dieses Jahres sollen die Insolvenzverfahren der vier Container-Verwaltungsgesellschaften eröffnet werden,
  • die Verwalter werden Hilfestellungen bei der Forderungsanmeldung bieten,
  • die Verwalter gehen davon aus, dass die Investoren nicht Eigentümer der Container geworden sind,
  • Haftungsansprüche gegen die verantwortlichen Personen werden noch geprüft und
  • die Gläubigerversammlungen finden voraussichtlich im Oktober statt.

Was bedeutet das für Sie als Investoren?

Wie die Verwalter mitteilen, werden die Mieten für die Container durch die schweizerische Gesellschaft vereinnahmt, da die Vertragsbeziehungen in der Vergangenheit zwischen dieser Gesellschaft und den Mietern abgeschlossen wurden. Anhand früherer Meldungen ist auch davon auszugehen, dass die vorhandenen Container (lediglich 618.000 von vermeintlichen 1,67 Mio.) im Eigentum dieser schweizerischen Gesellschaft stehen. Somit sind auch die Ausführungen nachvollziehbar, dass das Vermögen der schweizerischen Gesellschaft zu Gunsten der Anleger und Gläubiger der deutschen Container-Verwaltungsgesellschaften verwertet werden soll. Hierzu wurde nach Angaben der Verwalter zunächst „ ein Pfandrecht auf die Anteile an der nicht insolventen Schweizer P&R-Gruppen-Gesellschaft erwirkt“. Was sich hinter diesen Angaben verbirgt, wird letztlich erst mit dem Gutachten der Verwalter geklärt.

Aufgrund der Fortschritte der Ermittlungen der Verwalter werden die Insolvenzgutachten kurzfristig dem Insolvenzgericht München übergeben, so dass voraussichtlich Ende Juli zumindest die Verfahren über die vier Container-Verwaltungsgesellschaften eröffnet werden können.

In diesem Eröffnungsbeschluss bestimmt das Insolvenzgericht die nächsten Termine (erste Gläubigerversammlung, Frist zur Forderungsanmeldung, Prüfungstermin) und fordert die Gläubiger auf, ihre Forderungen bei dem Insolvenzverwalter anzumelden.

In diesem Zusammenhang haben die Verwalter angekündigt, „ein Formular zur Forderungsanmeldung und dazu wichtige Informationen sowie Hilfestellungen zum Ausfüllen der Formulare“ bereitzustellen. Hierbei wird jedoch nach unserem Dafürhalten nicht deutlich, welche Art Hilfestellung hier gewährt wird. Es geht hierbei lediglich um allgemeine Informationen, wie eine Forderung anzumelden ist. Insbesondere ist hierbei zu beachten, dass der Forderungsbetrag und der Forderungsgrund konkret anzugeben ist. Die Verwalter werden Ihnen jedoch weder den anzumeldenden Forderungsgrund noch die tatsächliche Höhe mitteilen. Dies ist zum einen rechtlich und zum anderen aufgrund der Vielzahl der Anleger und der ganz unterschiedlichen Sachverhalte (Eigentumszertifikat, Verrechnung der Kaufpreisforderung, Rückabwicklung nach Beendigung, u.a.) auch nicht möglich.

Wichtig ist: Sie als Anleger erhalten die Aufforderung einschließlich der Formulare! Wir bitten unsere Mandanten, uns diese Unterlagen nach Erhalt zu übersenden, damit wir Ihre Forderungen anmelden können.

Die Anmeldefrist wird in diesen Verfahren einige Wochen betragen. Die Verwalter gehen in diesem Zusammenhang auch davon aus, dass die Anleger „genügend Zeit haben, ihre Forderung zur Insolvenztabelle anzumelden“.

Offensichtlich sind nun auch die Verwalter der Auffassung, dass die Investoren kein Eigentum an den vermeintlich erworbenen Container haben. Die wirksame Übereignung setzt voraus, dass Ihnen ein bestimmter Container zugeordnet werden kann. Diese Zuordnung hätte idealerweise bereits in dem geschlossenen Kaufvertrag erfolgen sollen. Aber auch die Übersendung eines Eigentumszertifikats bedeutet nicht, dass ein Eigentumserwerb erfolgreich war. Zum einen, und das führen die Verwalter ebenfalls aus, ist bereits ungeklärt, ob die darin bezeichneten Container tatsächlich vorhanden sind. Zum anderen hätte die Zuordnung der in den Zertifikaten aufgeführten Container bereits im Zeitpunkt der vereinbarten Eigentumsübertragung erfolgen müssen. Somit verbleibt es dabei, dass die Verwalter die vorhandenen Container – mit Unterstützung der schweizerischen P&R-Gesellschaft – zu Gunsten aller Gläubiger verwerten. Auch wir haben uns mit der Eigentumsfrage beschäftigt und hierzu ein Gutachten erstellt, welches sich zusätzlich mit weiteren Frage, wie etwa auch der Anfechtung erhaltener Zahlungen befasst. Dieses Gutachten stellen wir demnächst unseren Mandanten zur Verfügung.

Deshalb können Sie aber auch Ihre Ansprüche gegen die insolventen Gesellschaften auch ausschließlich nach den Vorschriften der Insolvenzordnung – Anmeldung der Forderung beim Insolvenzverwalter, Teilnahme mit festgestellter Forderung an Verteilung/Auszahlung einer Quote – verfolgen.

Zum Thema Gläubigerversammlungen: diese finden voraussichtlich im Oktober statt. Für jede der Container-Verwaltungsgesellschaften findet eine separate Gläubigerversammlung statt. Ob diese alle an einem Tag abgehalten werden ist derzeit noch unklar, allerdings unseres Erachtens wenig wahrscheinlich. Wir nehmen diese Versammlungen für unsere Mandanten wahr. Unabhängig davon können Sie selbstverständlich trotzdem auch an der/den entsprechenden Versammlung/en teilnehmen. Wichtig ist jedoch: der Kreis derer, welche Zutritt zu den Versammlungen erhalten, ist begrenzt. Das Insolvenzverfahren ist nicht öffentlich. Daher haben nur Verfahrensbeteiligte (Gläubiger, Schuldnervertreter) Zutritt zu den Versammlungen. Auch der Kreis der Vertreter ist begrenzt. Jedenfalls haben Rechtsanwälte mit entsprechender Vollmacht ein Zutrittsrecht. Daher ist auch eine Originalvollmacht zwingend erforderlich.

Über den Fortgang halten wir Sie auf dem Laufenden.

Frank-Rüdiger Scheffler - Rechtsanwalt

17. Mai 2018

Wo sind 1 Mio. Container geblieben?

Am 17. Mai 2018 haben die vorläufigen Insolvenzverwalter einen ersten Zwischenstand über ihre Ermittlungen im Rahmen des vorläufigen Insolvenzverfahrens der fünf P&R-Gesellschaften erstattet.

Die Informationen waren jedoch erschütternd: von den gerundet 1,6 Mio. Containern, welche an gerundet 54.000 Anleger verkauft wurden, konnten bislang wohl lediglich 618.000 Container aufgefunden werden. Diese „Bestandsdifferenz“ sei „über Jahre hinweg aufgebaut“ worden, so die vorläufigen Insolvenzverwalter.

Sollte es bei diesem Ergebnis verbleiben, fehlen den Investoren gerundet 1 Mio. Container. Nach wie vor gehen die vorläufigen Insolvenzverwalter davon aus, dass sowohl die vorhanden Container als auch die Erlöse aus der Vermietung zur Verteilung an die Investoren zur Verfügung stehen.

Weiter erwähnen die vorläufigen Insolvenzverwalter, dass die Staatsanwaltschaft München I die Ermittlungen bereits aufgenommen habe. Die Staatsanwaltschaft München bestätigt in einer Presseerklärung vom 17. Mai 2018, dass sie gegen frühere und heutige Geschäftsführer der P&R-Gruppe am 11. Mai 2018 die Ermittlungen unter anderem wegen des Verdachts des Betruges aufgenommen hat. Hierzu wurde eine eigene Arbeitsgruppe „Container“ gebildet, welche den zu erwartenden Bearbeitungsumfang bewältigen soll. Bereits seit dem 21. März 2018 hat die Staatsanwaltschaft ein Vorprüfungsverfahren durchgeführt.

Was bedeutet das für Sie als Investoren?

Zunächst ist festzuhalten, dass damit die Frage des Eigentums der Investoren an den Containern noch schwieriger zu beantworten sein dürfte. Selbst wenn ein Eigentumszertifikat abgefordert wurde, ist nicht gesichert, dass der darin benannte Container tatsächlich existiert.

Auch die Mieteinnahmen, welche die vorläufigen Insolvenzverwalter derzeit einziehen, sind damit automatisch geringer.

Zudem können weniger Container als ursprünglich angenommen verwertet werden, wodurch der Verwertungserlös insgesamt geringer ausfällt. Damit ist das zur Verteilung an die Insolvenzgläubiger stehende Vermögen (Insolvenzmasse) kleiner und automatisch die Quotenerwartung der Gläubiger geringer.

Was können Investoren im Augenblick unternehmen?

Ihre Forderungen gegen die insolventen Gesellschaften können Sie erst nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens bei dem jeweiligen Insolvenzverwalter zur Insolvenztabelle anmelden. Hierzu werden Sie gesondert durch die Insolvenzverwalter aufgefordert. Forderungsanmeldungen, die bereits während des vorläufigen Insolvenzverfahrens, also bis zur Eröffnung des Insolvenzverfahrens, vorgenommen werden, müssen nach Verfahrenseröffnung wiederholt werden. Es gibt hier keinen Wettlauf der Gläubiger, wonach derjenige eine höhere Quote erlangt, der seine Forderung zeitiger anmeldet.

Für unsere Mandanten werden wir nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens die Forderungen anmelden. In Kürze erhalten Sie hierzu weitere Informationen.

Anmerkung:

Sollten Sie uns bislang noch nicht mit Ihrer Forderungsanmeldung mandatiert haben, können Sie das Mandat jederzeit auch erweitern. Sprechen Sie uns hierzu gern an.