Erfolgreicher Neustart beim Mittelständler CooolCase GmbH

29.07.2016

Die Insolvenz bei der Dresdner CooolCase GmbH ist beendet, das Unternehmen startet erfolgreich aus der Krise. „Das Insolvenzverfahren wird voraussichtlich mit Wirkung zum 1. August 2016 vom Amtsgericht Dresden aufgehoben, die Sanierung ist damit offiziell beendet“, bestätigt Insolvenzverwalter Frank-Rüdiger Scheffler der Kanzlei Tiefenbacher Insolvenzverwaltung. „Gemeinsam ist es uns gelungen, den Standort in Dresden- Kaditz und 65 Arbeitsplätze zu erhalten.“ Einfach war das nicht: Die CooolCase GmbH musste am 16. September 2015 Insolvenz anmelden, vor allem weil ein strategisch wichtiger Großkunde kurzfristig weggebrochen war und der fehlende Umsatz so schnell nicht kompensiert werden konnte. Geschäftsführer Christian Michel übernahm das Unternehmen 2009 vom Vorgängerbetrieb und richtete dieses schon damals komplett neu aus.

Offene Kommunikation unterstützt Erfolg des Sanierungsprozesses

Als Hersteller von Prototypen, Werkzeugen und Gehäusen für elektronische Bauteile hatte sich CooolCase in den vergangenen Jahren einen Namen gemacht. Der Dresdner Mittelständler deckte im Gehäusebau die gesamte Wertschöpfungskette von der Entwicklung bis zur Serienproduktion ab und lieferte seine Produkte an Kunden aus den Bereichen Automotive, Medizintechnik, Messtechnik, Telekommunikation, IT- sowie Unterhaltungselektronik. „Die Krise war in diesem Ausmaß nicht vorhersehbar und traf uns 2015 völlig unerwartet in einer bis dahin sehr positiven wirtschaftlichen Entwicklung“, blickt Geschäftsführer Michel zurück. „Es war nicht sicher, ob wir einen nachhaltigen Turnaround in so kurzer Zeit schaffen können. Mit Unterstützung des Insolvenzverwalters, der Gläubiger, Lieferanten, Kunden sowie unserer Mitarbeiter haben wir in den vergangenen Monaten im Rahmen des Insolvenzplans umfangreiche Sanierungsmaßnahmen umgesetzt. Dazu gehörten leider auch personelle Einschnitte, doch nur so hatten wir eine Chance, den Standort zu erhalten. Mit Hochdruck arbeiteten wir zudem gemeinsam an der Akquise neuer Aufträge und der Anpassung der Produktionsprozesse“, so Michel. Insolvenzverwalter Frank-Rüdiger Scheffler ergänzt: „Eine offene Kommunikation und viele ausführliche Gespräche mit den bestehenden Kunden und Lieferanten sorgten dafür, dass die meisten zum Unternehmen hielten und den neuen Weg begleiteten. Aufgrund der geschaffenen Transparenz konnte weiterhin eine vertrauensvolle Zusammenarbeit gewährleistet werden.“ Diese Vorgehensweise unterstützte auch bei der Sicherung der Liquidität im Verfahren – hierfür wurde auf das bis dato angewendete Factoring zurückgegriffen.

Sanierungsgrundlage Insolvenzplan

Als Grundlage für die Sanierung diente ein Insolvenzplan, an dem unter anderem Rechtsanwalt Thomas Mulansky von der Zwade Mulansky Rechtsanwälte GmbH mitgewirkt hat. Der Insolvenzplan sieht auch den Erhalt und die Weiterführung der bestehenden CooolCase GmbH vor. Insolvenzverwalter Scheffler erläutert: „Im sogenannten ‚darstellenden Teil‘ des Plans haben wir alle relevanten Unternehmensunterlagen aufgearbeitet und analysiert, um die aktuelle Unternehmenssituation genau abbilden zu können.“ Im „gestaltenden Teil“ sind die Prognosen zur Sanierungsfähigkeit aufgeführt und es musste der Nachweis erbracht werden, dass mit Hilfe der angestrebten Restrukturierungsmaßnahmen eine dauerhafte Wettbewerbsfähigkeit am Markt hergestellt werden kann. Im Erörterungs- und Abstimmungstermin am 11. Juli 2016 haben die Gläubiger über den Plan abgestimmt und diesen bestätigt. Bereits im Antragsverfahren wurde ein vorläufiger Gläubigerausschuss gebildet und vom Gericht bewilligt. Dieser wurde regelmäßig über die wesentlichen Schritte informiert und in die Entscheidungen eingebunden. Geschäftsführer Christian Michel schaut nun wieder positiv in die Zukunft: „Wir haben natürlich noch einen weiten Weg vor uns und viele weitere kleine Sanierungsschritte zu gehen. Auch in Zukunft möchten wir als qualitativ hochwertiger und innovativer Systemlieferant für elektronische Gehäuse im Großraum Dresden wahrgenommen werden – dafür engagieren wir uns mit viel Leidenschaft.“

Weitere Informationen gibt es unter www.tiefenbacher-insolvenzverwaltung.deund www.cooolcase.com

Pressefoto v.l.: Frank-Rüdiger Scheffler, Christian Michel

Pressefoto Tiefenbacher Insolvenzverwaltung Cooolcase

Profil Tiefenbacher Insolvenzverwaltung
Tiefenbacher Rechtsanwälte betreut mit 45 Rechtsanwälten und über 130 Mitarbeitern bundesweit und international agierende große und mittelständische Unternehmen, Banken, Finanzdienstleister. Im Bereich Insolvenzverwaltung sind 70 Mitarbeiter tätig, die das gesamte Portfolio der Verwalteraufgaben abdecken und bereits 3.000 Verfahren betreut haben. Seit mehr als 25 Jahren strebt die Tiefenbacher Insolvenzverwaltung eine Fortführung von schuldnerischen Unternehmen in der Insolvenz und anschließend eine übertragende Sanierung oder ein Planverfahren an – immer mit den Zielen: bestmögliche Gläubigerbefriedigung sowie Erhalt von Unternehmen und Arbeitsplätzen.

Kontakt Insolvenzverwalter:
Rechtsanwalt Frank-Rüdiger Scheffler
Kanzlei Tiefenbacher Rechtsanwälte
Caspar-David-Friedrich-Straße 6
01219 Dresden
Telefon: 0351 47782-51
E-Mail: scheffler@tiefenbacher.de
www.tiefenbacher-insolvenzverwaltung.de

Kontakt Unternehmen:
Christian Michel
CooolCase GmbH
Treidlerstraße 3
01139 Dresden
Telefon: 0351 4841 0
E-Mail: info@cooolcase.com
Web: www.cooolcase.com

Pressekontakt:
Ilka Stiegler
ABG Marketing GmbH & Co. KG
Wiener Straße 98
01219 Dresden
Ilka Stiegler
Telefon: 0351 43755-11
E-Mail: stiegler@abg-partner.de
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