Fachseminar der Tiefenbacher Insolvenzverwaltung fand großen Zuspruch

11.05.2017

Rund 60 Gäste fanden sich am Donnerstag, den 4. Mai 2017, im Carolaschlösschen in Dresden zur Veranstaltung „Brennpunkte im Insolvenzrecht“ der Gesellschaft für Juristische Fachseminare zusammen. Das Fachseminar fand in Zusammenarbeit mit der Tiefenbacher Insolvenzverwaltung, sowie der Lutz Förster Fachagantur der Allianz statt und stand unter dem  Motto „Haftungsgefahren für Berater in der Eigenverwaltung“. Zu diesem Thema referierten der Vorsitzende Richter des 13. Zivilsenats am Oberlandesgericht Dresden, Dr. Dietmar Onusseit sowie der Branchenkoordinator für Vermögensschaden-haftpflichtversicherung der Allianz-Versicherungs AG München, Ass. jur. Thomas Schmidt.

Haftungsvermeidung

Herr Dr. Onusseit sprach über das Thema „Haftungsvermeidung für Berater in der Eigenverwaltung“. Nachdem er auf den Unterschied zwischen einem externen (Restrukturierungs)Berater und einem Chief Restructuring Officer (CRO) einging, erläuterte der Vorsitzende Richter die Aspekte der Außen- und Binnenhaftung. Ein besonderes Augenmerk legte er auf das Dilemma des Geschäftsführers und des CROs wenn es um die Abführung der Steuer im Verfahren geht. Denn: Werden die Steuern abgeführt, entzieht man der Schuldnergesellschaft dringend benötigte Liquidität. Tut man es jedoch nicht, besteht ein eindeutiges Haftungsrisiko. Herr Dr. Onusseit resümierte, dass nur ein erfahrener und über die nötigen fachlichen Qualifikationen verfügender Berater die Verantwortung auch tatsächlich wahrnehmen sollte.

Risiken absichern

Thomas Schmidt zeigte im Anschluss Möglichkeiten der Versicherung für Berater auf.  Er berichtete von den Vorteilen und Spezifika einer sogenannten D&O – Versicherung (Director´s und Officer´s Liability Insurance) sowie einer Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung. In beiden Fällen sichern sich Verantwortliche und Führungskräfte gegen mögliche Forderungen ab, denn im Worst-Case-Szenario haften sie unbeschränkt mit ihrem gesamten privaten Vermögen. Sein Fazit lautete, dass eine umfassende Absicherung der eigenen Beratertätigkeit eine wichtige Voraussetzung ist, um den Gefahren des Arbeitsalltages in Sanierungen entspannt begegnen zu können. Nach den beiden spannenden Vorträgen konnten sich die geladenen Gäste beim gemeinsamen Lunch austauschen und den beiden Referenten individuelle Fragen aus ihrem Arbeitsalltag stellen.

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