Geschäftsbetrieb geht weiter bei der Hilfe für das behinderte Kind gGmbH

03.12.2015

Das Insolvenzantragsverfahren der Hilfe für das behinderte Kind Bayreuth gGmbH ist gestern in ein eröffnetes Verfahren in Eigenverwaltung übergeleitet worden. Das gemeinnützige Unternehmen, welches zur Diakonie Bayreuth gehört, hatte beim Amtsgericht Ende August dieses Jahres den Antrag auf ein gerichtliches Sanierungsverfahren in Form eines Schutzschirmverfahrens gestellt. Der vorläufige Sachwalter Dr. Nils Freudenberg der Kanzlei Tiefenbacher Rechtsanwälte wurde vom Gericht auch zum Sachwalter bestellt. Eine gute Nachricht gab es außerdem vom Sanierungsgeschäftsführer Dr. Franz Sedlak: „Der Geschäftsbetrieb bei der Hilfe für das behinderte Kind gGmbH geht vollumfänglich weiter und wir führen unsere tägliche Arbeit der Förderung, Betreuung und Unterstützung behinderter Menschen gemeinsam mit den Kollegen mit viel Herz und Engagement fort.“

Insolvenzplan als Grundlage der Sanierung

Gemeinsam arbeiteten die Beteiligten in den vergangenen drei Monaten an der Ausarbeitung eines Insolvenzplans, welcher gestern bei Gericht eingereicht wurde. „Der Insolvenzplan dient als Grundlage für die nachhaltige Sanierung des Unternehmens“, erläutert Dr. Nils Freudenberg. „Neben den rechtlichen Spezifikationen muss aufgezeigt werden, wie die nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens wieder hergestellt werden kann und die Planverbindlichkeiten befriedigt werden können.“ Die Geschäftsführung der Hilfe für das behinderte Kind gGmbH erstellte den Insolvenzplan mit Unterstützung des Sanierungsspezialisten, Rechtsanwalt Stefan Ettelt von der Kanzlei Kulitzscher & Ettelt und in Abstimmung mit dem Sachwalter Dr. Nils Freudenberg. Zu den Details des Insolvenzplanes können die Verantwortlichen jedoch noch keine Auskunft geben, so lange das Gericht diesen zunächst einmal prüft. Sofern das Gericht den Insolvenzplan zulässt, lädt es die Gläubiger zu einem Erörterungs- und Abstimmungstermin ein. Die Mitarbeiter des Unternehmens werden in einer Mitarbeiterversammlung in Kürze über die nächsten Schritte informiert. „Die Fehler der vergangenen Jahre lassen sich nicht auf die Schnelle durch ein paar oberflächliche „kosmetische Maßnahmen“ ausmerzen“, berichtet Dr. Franz Sedlak. „Vielmehr arbeiten wir an einer umfassenden und langfristigen Beseitigung der Krisenursachen durch entsprechende Restrukturierungsmaßnahmen unter der Prämisse des Erhalts eines Großteils der Arbeitsplätze. In den vergangenen Monaten haben wir viele Gespräche geführt – unter anderem mit Gläubigern, Mitarbeitern, dem Bezirk, der Regierung und den Gesellschaftern. Die meisten unterstützen unseren neuen Weg. Wir gehen somit von guten Voraussetzungen für die Sanierung aus, haben aber auch noch viel Arbeit vor uns.“

Weitere Informationen erhalten Sie auf der Internetseite der Diakonie Bayreuth www.diakonie-bayreuth.de oder unter www.tiefenbacher-insolvenzverwaltung.de Dort ist auch eine ausführliche Pressemappe mit vielen Hintergrundinformationen zum Verfahren hinterlegt.

Unternehmenskontakt
Dr. Franz Sedlak
Geschäftsführer
Hilfe für das behinderte Kind Bayreuth gGmbH
Kirchplatz 5
95444 Bayreuth
Telefon: 0921 75420

Kontakt Sachwalter
Dr. Nils Freudenberg
Kanzlei Tiefenbacher Rechtsanwälte
Prieserstraße 2
95444 Bayreuth
Telefon 0921 151103-20
E-Mail: freudenberg@tiefenbacher.de

Kontakt Presse
Ilka Stiegler
ABG Marketing GmbH & Co. KG
Waldsteinring 6
95448 Bayreuth
Telefon 0921 78 77 8505
Mobil: 0173 264 2301
E-Mail: stiegler@abg-partner.de

Diese Pressemeldung kann auch als PDF heruntergeladen werden:

Zwischenstand_Verfahren_in_Eigenverwaltung_Hilfe_fuer_das_behinderte_Kind.pdf

« zurück zur Übersicht

Nehmen Sie Kontakt zu uns auf!

Gläubiger-Informations­system

Hier können Sie ausgewählte Insolvenzverfahren online einsehen.