Frank-Rüdiger Scheffler und Dr. Nils Freudenberg begleiten als vorläufige Sachwalter die Verfahren um die Sächsische Dampfschiffahrt und deren Tochter ElbeZeit

Dresden, 10.06.2020: Am 3. Juni 2020 beantragten die Sächsische Dampfschiffahrts-GmbH & Co. Conti Elbschiffahrts KG (SDS) und deren Töchter beim Amtsgericht Dresden die Insolvenz in Eigenverwaltung. Dem Antrag wurde stattgegeben und tags darauf die Anwälte Frank-Rüdiger Scheffler im Verfahren der SDS sowie Dr. Nils Freudenberg im Verfahren der Gastro-Tochter ElbeZeit als vorläufige Sachwalter[u1]  eingesetzt. In dieser Funktion begleiten und überwachen die beiden Dresdner Fachanwälte der Tiefenbacher Insolvenzverwaltung die Geschäftsführung und vertreten die Gläubigerinteressen.
„Die Weiße Flotte ist ein wichtiges Wahrzeichen der Stadt. Wir werden mit unserer Expertise gemeinsam mit der Eigenverwaltung Lösungsansätze für eine Sanierung aufzeigen und den Konsens mit den Gläubigern unterstützen“, berichtet der vorläufige Sachwalter Frank-Rüdiger Scheffler. 

Corona hatte die Situation verschärft

Der Geschäftsführung der SDS-Gruppe um Karin Hildebrand und Jeffrey Pötzsch steht zusätzlich Burkhard Jung von Restrukturierungspartner als Sanierungsgeschäftsführer zur Seite. Die Insolvenzanmeldung der Sächsischen Dampfschiffahrt sei indes nötig geworden, da die Corona-Krise den bereits seit 2019 laufenden Restrukturierungsprozess der Unternehmensgruppe erschwert habe. Durch die Beschränkungen für Tourismus und Gastronomie im Zuge der Pandemie habe es starke Umsatzeinbußen für die weltweit älteste Raddampferflotte und die eng mit ihr verknüpften Töchter gegeben. Soforthilfen von Bund und Land kamen aufgrund der finanziellen Lage des Unternehmens bereits vor Corona nicht infrage.

Investorensuche und Gläubigerbefriedigung

Die Gehälter der Mitarbeiter der SDS-Gruppe sind für drei Monate durch das Insolvenzgeld der Bundesagentur für Arbeit gesichert. Auch der Fahrbetrieb gehe normal weiter. „Wir stehen in diesem anspruchsvollen Prozess derzeit in einem konstruktiven Austausch mit den Beteiligten“, sagt der vorläufige ElbeZeit-Sachwalter Dr. Nils Freudenberg. Die vorrangigsten Ziele seien es nun, Arbeitsplätze zu sichern, den regulären Betrieb zu gewährleisten, die Investorensuche fortzusetzen und eine Einigung mit den Gläubigern zu finden.


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